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Zero Waste - der beste Abfall ist kein Abfall

August 28, 2017

 

Zero Waste = kein Abfall. Klingt simpel, oder?

 

Viele Lebensmittel sind in Plastik verpackt, unseren Kaffee konsumieren wir in Wegwerfbechern, unsere Hygieneartikel gibt es fast nur in Kunststoffflaschen und wir verbrauchen Unmengen an Papierservietten und Wegwerfartikeln. Der dadurch entstehende Müll wird zwar meist entsprechend entsorgt, aber produziert in der Verbrennungsanlage dafür Luftschadstoffe. Manchmal landet er auch in der Natur, braucht dort Jahre bis er sich zersetzt und vergiftet Boden und Tiere.

 

Durch einen immer bewussteren Umgang mit unserer Umwelt ist auch die Zero-Waste-Bewegung markant am Wachsen. Das heisst ein Leben zu führen, bei dem kein Abfall generiert wird und nicht nachwachsende/erneuerbare Rohstoffe nicht unnötig vergeudet werden. Trennen und Wiederverwerten hat in der Schweiz zwar einen hohen Stellenwert - wer allerdings gar keinen Abfall produziert, hat nichts zum recyclen und wie der Titel aussagt, der beste Abfall ist eben gar kein Abfall.

 

Béa Johnson, die Zero-Waste-Pionierin hat das Prinzip der 5 „R“ entwickelt. Ein Leitfaden, um Zero Waste im Alltag umzusetzen und so einen möglichst kleinen ökologischen Fussabdruck zu hinterlassen. Hier geht es nicht ums Verzichten, sondern das eigene Konsumverhalten zu hinterfragen und veranwortlicher mit unseren Resourcen umzugehen.

 

Refuse (verweigern)

Wegwerfartikel, Verpackungen oder zB gerade die vielen Gratiskugelschreiber, Ballone, Werbegeschenke etc., die wir überall erhalten: verweigern. Du brauchst sie nicht.

 

Reduce (reduzieren)

Wähle Alternativen, die nicht im Müll landen: Stofftaschen anstelle von Plastiksäcken, bring deine eigene Box mit, wenn du dein Essen beim Take away holst oder das übrige Essen im Restaurant mitnehmen willst.

 

Reuse (wiederverwenden)

Statt alles nach dem ersten Gebrauch wegzuwerfen, kann es auch wiederverwendet werden. Einseitig bedrucktes Papier dient beispielsweise als Notizblock und alte T-Shirts können zu Einkaufstaschen umgenäht werden oder als Reinigungstücher weiter verwendet werden.

 

Recycle (recyceln)

Refuce und reduce sind nicht möglich? Dann achte darauf, dass die Materialen recycelt werden können. z.B. Glas, Karton, Holz oder Metall.

 

Rot (kompostieren)

Die Liste von Kompostierbarem ist lang:  Essensreste, Bambuszahnbürste, Béa Johnson kompostiert sogar ihre Haare. Die Komposterde gibt deinem Garten neue Energie.

 

Die Umsetzung klappt nicht immer sofort und man braucht etwas Zeit und Geduld, sich darauf einzulassen. Ein Versuch lohnt sich aber allemal und wir haben Dir hier ein paar einfache Tricks für einen sanften Start in den Alltag:

 

1. Stoff- anstatt Papiertaschentücher verwenden. Das gilt übrigens auch für Servietten.

 

2. Für Speisereste Glasbehälter anstelle Plastikschüsseln nehmen. Diese nehmen keine Gerüche auf, sie müssen auch nicht neu oder stylisch sein. z.B. leere Gurkengläser o.ä. eignen sich bestens. Übrigens auch zum Einfrieren. Bis der Inhalt gefroren ist, Deckel weglassen, sonst springt das Glas.

 

3. Plastikflaschen können fast nicht re- sondern nur downcycled werden. Leitungswasser ist hier eine gute Alternative und für unterwegs eigenen sich zB eine Edelstahlflasche und ein wiederverwendbarer Kaffeebecher.

 

4. Wiederverwendbare Stofftaschen, Tragtaschen und Körbe anstatt Plastik-säcken/-taschen. Faltbare Stofftaschen oder Einkaufsnetze passen in fast jede Handtasche. Zugegeben, daran zu denken immer eine dabei zu haben, erfordert etwas Disziplin am Anfang.

 

5. Gemüse und Früchte müssen im Laden nicht jedes mal in Plastiksäcke gepackt werden. Unterdessen gibt es wiederverwendbare Varianten zum Kaufen oder du bringst gleich deinen eigenen Stoffbeutel mit.

 

6. Zahnbürsten: Varianten aus Bambus sind kompostierbar.

 

7. Alu- und Klarsichtfolie können einfach durch Wachstuch ersetzt werden. Du kannst diese Tücher relativ einfach selber machen, indem du Bienenwachs auf alte Stücke Baumwollstoff aufbügelst, Anleitungen dazu gibt es viele im Internet. Oder du greifst z.B. auf Produkte von BeeWrap zurück. Es gibt sie online oder auch in den Unverpackt-Läden. Unsere sind von hier.

 

8. Unnötig eingepackte Produkte und Umverpackungen vermeiden.

 

9. Duschmittel und Shampoos können einfach durch unverpackte Seifen ersetzt werden.

 Diese sind zudem sehr ergiebig. Die Haarshampoo Seife von Lush ist sehr zu empfehlen. Ausserdem praktisch beim reisen weil sie mit ins Handgepäck darf.  Unsere Kinder lieben auch die Regenbogen-Seife von Lush die für Haare und Körper geeignet ist und verschiedene Duftrichtungen hat.

 

10. Soweit möglich die Lebensmittel lose einkaufen. Dies klappt teilweise in den bekannten Ladenketten oder in den neuen Unverpackt-Läden. Von Adliswil aus zu erreichen sind z.B. Foifi-Zero Waste Laden-Café oder Chez Mamie.

 

 

Quellen: www.zerowastehome.comwww.zerowasteswitzerland.ch

 

 

 

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